
Altes Testament · 1 Min. Lesezeit
Jona und der große Fisch: auf der Flucht vor Gott (Jona 1–4)
Gott sendet Jona, um die große Stadt Ninive zu warnen, doch Jona besteigt ein Schiff in die entgegengesetzte Richtung. Ein Sturm bricht los, Jona wird ins Meer geworfen und von einem großen Fisch verschlungen. Nach drei Tagen wird er an Land gespien, geht nach Ninive, und die ganze Stadt kehrt um – und Gott erbarmt sich.
Lesen: Jona 1Schlüsselverse
Und Gott sah ihre Werke, daß sie von ihrem bösen Wege umgekehrt waren; und Gott ließ sich des Übels gereuen, wovon er geredet hatte, daß er es ihnen tun wolle, und tat es nicht.
Jona 3,10
Elberfelder Bibel (1905)
Jona ist der einzige Prophet, dessen bekanntester Moment eine Flucht ist.
In die andere Richtung
Gott gebietet Jona, nach Ninive zu gehen und gegen ihre Bosheit zu predigen. Jona geht hinab nach Joppe und bezahlt ein Schiff nach Tarsis – so weit weg von Ninive wie möglich.
Der Sturm
Ein gewaltiger Wind fährt über das Meer, und das Schiff droht zu zerbrechen. Die Seeleute schreien zu ihren Göttern, während Jona unten schläft. Als das Los auf ihn fällt, sagt er die Wahrheit und bittet sie, ihn ins Meer zu werfen. Das Meer wird still, und der Herr bestellt einen großen Fisch, der Jona verschlingt. Drei Tage und drei Nächte betet Jona in seinem Bauch, bis der Fisch ihn an Land speit.
Eine zweite Chance
Gott spricht ein zweites Mal zu Jona, und diesmal geht er. Er zieht durch Ninive und verkündet, dass die Stadt in vierzig Tagen zerstört wird. Zu seiner Überraschung glauben die Menschen Gott, vom Größten bis zum Kleinsten, und kehren um. Gott sieht es und verschont die Stadt.
Die Frage am Ende
Jona ist zornig über Gottes Erbarmen. Das Buch endet mit einer Frage Gottes, die für den Leser offen bleibt: Sollte ich mich nicht dieser großen Stadt erbarmen?
Das Kapitel lesen
Lies Jona 1 und das ganze Buch – es hat nur vier kurze Kapitel.