Lukas 15,20

Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater und wurde innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn sehr.

Lukas 15,24

denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an fröhlich zu sein.

Warum Jesus sie erzählte

Lukas 15 beginnt damit, dass religiöse Lehrer murren, weil Jesus Sünder annimmt und mit ihnen isst. Er antwortet mit drei Geschichten von etwas Verlorenem, das wiedergefunden wird: einem Schaf, einer Münze und einem Sohn. Die dritte ist die längste und persönlichste.

Der jüngere Sohn

Ein jüngerer Sohn verlangt seinen Anteil am Erbe, zieht in ein fernes Land und bringt alles durch. Als eine Hungersnot kommt, hütet er Schweine und ist so hungrig, dass er ihr Futter begehrt. Er beschließt, heimzukehren und darum zu bitten, als Tagelöhner aufgenommen zu werden, und legt sich zurecht, was er sagen will.

Der Vater

Der Vater sieht ihn schon von Weitem, wird innerlich bewegt und läuft ihm entgegen, um ihn zu umarmen. Noch bevor der Sohn ausgeredet hat, lässt der Vater das beste Gewand, einen Ring und Sandalen bringen und ein Fest ausrichten: Der Sohn, der verloren war, ist gefunden.

Der ältere Bruder

Der ältere Sohn hört die Musik, erfährt, was geschehen ist, und will nicht hineingehen. Er hat jahrelang treu gedient und fühlt sich übergangen. Der Vater geht auch zu ihm hinaus und redet ihm zu: Alles, was er hat, gehört seinem älteren Sohn – aber über die Heimkehr des Bruders musste man sich freuen.

Fragen zum Mitnehmen

Jesus sagt nicht, ob der ältere Bruder hineinging. Wo findest du dich in dieser Geschichte – beim Weggehen, beim Heimkommen, beim Warten oder draußen vor der Tür? Was würde es bedeuten, so empfangen zu werden, wie der Vater jeden seiner Söhne empfängt?

Das ganze Gleichnis lesen

Lies Lukas 15,11–32 vollständig in deiner Bibel oder in der Versea-App. Eine weitere Stelle über Gottes Willkommen ist Psalm 23.

Quellen

  1. Lukas 15 (Elberfelder 1905)